Die Weingärten

 

Ried Aibl bei Eibiswald

 

Eine herrliche Lage noch über dem Talkessel von Aibl garantiert uns alljährlich Trauben besonderer Güte. Der Weingarten mit  Blick- richtung Süd-West liegt auf ca. 450 m Seehöhe. Bereits 1314 wurde erstmals erwähnt, dass auf dieser Lage Wein angebaut wurde – seinerzeit im Besitz von Stift Mahrnberg. Um 1653 wurden die Weine von Graf Otto von Schrattenbach an die Arbeiter in der Region verkauft. Es war damals eine Blütezeit der Eisen- erzeugung. Im Jahr 1856 entstand in Aibl eine Glashütte und somit wieder ein neuer Absatzweg für den Wein vom Aiblerkogel. Um 1900 gab es dann die erste Auf- zeichnung der Weinbauschule     Silberberg.      Die Silberberger

 

hatten    auf    diesem Grund- stück eine Außenstelle für Versuchszwecke und Reben- vermehrung. Die markant gute Lage garantiert nämlich stän- dige Thermik und somit ein sehr rasches Abtrocknen der Blätter und Trauben, nach einem Regen oder Taunässe. Der leicht sandige Boden ist ein idealer Wärmespeicher für die Nacht.

Nachdem in den letzten 90 Jahren 5 mal der Besitzer des Grundstücks ein anderer war, gelang es mir schließlich 1990 den damals brach liegenden Hang zu kaufen. Es folgten kleinere Verschubarbeiten um den Grundstein für eine öko- nomische Bewirtschaftung zu

legen. Schon damals war für mich klar: Ich werde Weinbauer. 1991 wurden dann auf einer Fläche von ca. 2 ha Blaue Wildbacher Reben gepflanzt. Schwere Rückschläge, wie ein vernichtender Hagelschlag 1993, mein glimpflich verlaufener, aber mit einem Totalschaden des Traktors endender Unfall 1995 oder die katastrophale Hang- rutschung 2005, haben mich nicht davon abhalten können, dieses wunderbare Grundstück zu bewirtschaften. Der Lohn dafür sind herrliche Weine. Der erste Blaue Wildbacher  Barrique 1995, Spätlese 1997, bester steirischer Rotwein 1999, Schilcher Eiswein 2003 und last but not least alljährlich unser Schilcher Ried Aibl.

 

 

Der Weingarten am Lamberg

Der Blick vom oberen Teil des Weingartens reicht in Richtung Osten bis zum Dämmerkogel nach Kitzeck. Der südliche Horizont ist zugleich die Staats-grenze zu Slowenien und Richtung Nord-Westen sieht man mit dem Speckkogel sogar einen 2000er. Ur-sprünglich gehörte der Grund zur Herrschaft Limberg, welche in   ca.   10    km Entfernung

 

ihren Sitz auf Schloss Limberg hatten. Nach mehr-maligen Eigentümer-wechsel in den letzten 200 Jahren, gelang die Hube mit einem kleinen Häus-chen schließlich in Familienbesitz. Meine  Eltern pflanzten hier Anfang der siebziger Jahre schwarze Jo-hannisbeeren und schließlich 1987 die ersten Schilcher-Stöcke.

Die Ernte von diesem ca. 5000 m2 großen Weingarten ist all-jährlich ein wichtiger Teil unserer Klassik-Linie mit dem Schilcher-Privat. Ein besonderer Duft im Wein ist wohl dem Terroir zuzuordnen. Sandiger Schluffboden, kompromisslose Laub-arbeit und Traubenaus-dünnung sind hier das Resultat eines fein-fruchtigen  Schilchers.            

 

 

 

Der Chardonnay vom Weingarten in Gieselegg

 

Der Weingarten in Gieselegg - einer von unseren zugepachteten Grundstücken  

 

Angefangen hat alles bei einem guten Gläschen Wein im Jahr 2000. Ein guter Freud, damals schon ein Weingenießer und Kunde von uns, erzählte mir von seinem Grundstück. Eine herrliche Lage, mit Blick Richtung Süden, nur ca. 2 km von uns zu Hause entfernt. Die Bewirtschaftung für ihn gestaltete sich als relativ schwierig, da er als Berufstätiger sehr viel Freizeit in eine nicht wirtschaftliche Arbeit investieren musste. Nach einer Besichtigung waren wir uns sehr schnell einig. Ich konnte die damalige Steilwiese für 25 Jahre pachten. Auch seinen Nachbarn konnte ich bald davon überzeugen, dass es auch für Ihn von Vorteil wäre, mir sein Grundstück  zur   Bewirtschaftung  zur

Verfügung zu stellen. Ich hatte somit ca. 10.000 m2 für einen neuen Weingarten zur Verfügung. Jetzt musste es schnell gehen, damit die Auspflanzung bereits 2001 erfolgen konnte. Einige Behördenwege waren zu erledigen, ca. 4.000 Weinstöcke mussten aufgetrieben werden und letztendlich mussten einige alte Obst- bäume dem neuen Weingarten weichen. Im Mai wurden dann  80 % Chardonnay und 20 % Sauvignon  Blanc gepflanzt. Perfekte Witterungsverhältnisse und ein ausgezeichneter, humusreicher Boden sorgten für ein extremes Wachstum. Wir konnten dadurch bereits 2002 einige Trauben ernten, aus denen damals   der    erste     Morillon    Styria

entstand. Somit war der Grundstein gelegt, nicht nur Schilchertrauben, sondern auch die Trauben für unsere Weißweine selbst zu produzieren.